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Herrenessen 2008 - mit Ex-FIFA Schiedsrichter Urs Meier

jj Lüneburg. Die Kaufleute setzten auf Keule statt Krise am Freitagabend im Hotel Seminaris und auf einen Unparteiischen als Referenten, der auf dem Rasen bei Puls 180 noch einen klaren Kopf hat. Beim traditionellen Herrenessen servierte die Küche des Hauses Heidschnuckenkeule, und der bekannte Ex-FIFA-Schiri Urs Meier (49) erzählte vom Leben "Zwischen den Fronten". Anekdoten aus dem Innenleben eines Schiedsrichters, und was Unternehmer davon lernen können.

Mit seinem Schwyzerdütsch hatte Meier die 240 Gäste beim 34. Herrenessen auch ohne Witz auf seiner Seite. Ein paar Video-Sequenzen mit brenzligen Szenen aus bekannten Spielen sorgten für Kurzweil. Und was der Schiedsrichter auf dem Rasen treibt, das verschnitt der 49-Jahrige mit Leitbildern für Unternehmer: schnell und klar entscheiden, fair sein, Ziele haben und verfolgen.

In 883 Spielen stand Meier zwischen 1977 bis 2004 als Unparteiischer auf dem Rasen, traf pro Spiel bis zu 300 Entscheidungen. Regel 1: Der Schiedsrichter muss schneller pfeifen als die Fans. Regel 2: Für Fair play sorgen. Das ist zum Beispiel, wenn ein Deutscher einem Holländer aufhilft . . . Regel 3: Bei Elfmeter gibt es zwar immer Rudelbildung um den Schiri, aber es kommt nie der Spieler dazu, der gefoult hat. Regel 4: Wer eine falsche Entscheidung durch eine "Kompensations-Entscheidung" wiedergutmachen will, trifft zwei Fehlentscheidungen. Wichtigste Regel: Auch wer nicht entscheidet, hat eine Entscheidung getroffen. Meier war angesichts der allgemeinen Krisenstimmung der richtige Seelendoktor für die Kaufmannsseele.

Präsident Martin Aude geißelte eingangs den Irrglauben, "aus nichts Geld machen zu können. Der hat abgewirtschaftet." Kaufmannstugenden stünden wieder hoch im Kurs. "In diesem Geiste entsteht keine Finanzkrise." Zu Tradition und Tugend gehört auch das Tabak-Kollegium beim Herrenessen. Und als Verein und in geschlossener Gesellschaft haben sich die Händler das gegönnt. Es muss alles mit rechten Dingen zugegangen sein, niemand hat Schiri Urs Meier eine Gelbe oder Rote Karte zeigen sehen . . .

(Quelle: Landeszeitung Lüneburg, 01.11.2008; vielen Dank)


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